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Was genau ist eigentlich ein Workbook?

Definition Workbook

Wir schauen uns an, was ein Workbook ist und welche Kriterien es auszeichnen.

Ein Workbook zu Deutsch “Arbeitsbuch” kennst du bestimmt aus der Schule. Es ist ein Buch, indem du viel ausfüllen und Aufgaben bearbeiten kannst.

Starten wir mit einer kleinen Workbook Definition im Bereich Online-Coaching-Business:

„Ein Workbook aktiviert die Nutzer:innen, bringt sie in die Umsetzung, begleitet einen Prozess und führt zu einem Ergebnis.“

Lisa Kosmalla

Es geht also um:

  • Umsetzung
  • Prozess
  • Ergebnis

Was ist der Unterschied zwischen, Workbooks und Arbeitsblättern?

Unterschiede zwischen Arbeitsblätter und Workbook
Arbeitsblätter vs. Workbook

Workbooks begleiten den ganzen Prozess und eignen sich daher hervorragend, um ausgereifte Kurse oder Workshops zu begleiten. Außerdem ist ein Workbook ein großartiges kleines digitales Produkt.

Arbeitsblätter hingegen kannst du ganz punktuell einsetzen, weil du sie nutzen kannst, um ein Thema zu vertiefen, weiterführende Informationen zu geben und Aufgaben zu stellen.

Um Arbeitsblätter erstellen zu können, musst den Prozess noch nicht genau kennen. Sie eignen sich gut für noch nicht ausgereifte Konzepte, Beta-Angebote und spontane Formate.

Unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von Workbooks

Ein Workbook ist vielfältig einsetzbar:

Unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von Workbooks
Einsatzmöglichkeiten von Workbooks
  • als Lead-Magnet („Freebie“)

Im Online-Business ist es immer ein Thema, neue Menschen auf die E-Mail Liste zu holfen. Ein Freebie kann dafür eine gute Möglichkeit sein und mit einem Workbook hast du die Möglichkeit ein hochwertiges Freebie zu erstellen, dass deine Kundinnen einen Schritt weiterbringt und sie davon überzeugt, dass du ihnen weiterhelfen kannst. Dafür muss es natürlich richtig gut gemacht sein!

  • zur Vorbereitung von Coaching und Dienstleistungsprozessen

Wenn du 1:1 mit Kundinnen arbeitest oder auch Dienstleistungen oder “Done for you” Lösungen anbietest, dann braucht es zu Beginn der Zusammenarbeit einiges an Abstimmung. Es gibt bestimmte Dinge, die du über deine Kundinnen wissen musst und andere, über die du sie informieren musst. All das kannst du in einem Workbook abbilden, damit eurer Abstimmungsbedarf weniger wird und der Beginn eurer Zusammenarbeit strukturiert abläuft. Damit zeigst du, dass du organisiert und professionell bist und sparst gleichzeitig dir und deinen Kundinnen Zeit.

  • begleitend zu 1:1 Angeboten

Wenn du in deinem 1:1 bisher “nur” deine Zeit verkaufst, ist ein Workbook eine wunderbare Möglichkeit deinen Kundinnen einen Mehrwert zu bieten und den Wert deines 1:1 Angebotes zu steigern. Du kannst deinen Kundinnen im Workbook weiterführenden Input geben. Ihnen vorbereitende Reflexionsfragen stellen, damit ihr in eurer Session direkter ins Thema einsteigen könnt. Oder auch Aufgaben zum Implementieren des neu gelernten im Alltag geben.

Das Workbook kann den gesamten Prozess eurer Zusammenarbeit begleiten, oder auch nur einzelne Sitzungen. Du darfst es genau so gestalten, dass es zu dir und deinen Kundinnen passt.

  • in deinen Onlinekursen

Wie bereits erwähnt eignet sich ein Workbook auch dazu, alle Arten von Onlinekurse und Gruppenprogrammen zu begleiten. Es kann zum Buddy deiner Teilnehmerinnen werden, ihnen dabei helfen motiviert zu bleiben, ihren Fortschritt sichtbar machen, Inhalte vertiefen und wiederholen und zur Umsetzung anregen. Im Workbook wird der Input, den du gibst, verarbeitet und es hilft deinen Teilnehmerinnen im besten Fall dabei, das gelernte auf ihre eigene Situation zu übertragen, ist also eine großartige Unterstützung, um den Lerntransfer zu sichern. Je nach Lerntyp ist auch die haptische Auseinandersetzung eine große Hilfestellung für deine Teilnehmerinnen.

  • als digitales Produkt und beispielsweise als Kennenlern-Angebot

Eine Variante, die leider bisher sehr unterschätzt ist: ein Workbook als skalierbares Kennenlernprodukt im eigenen Portfolio zu haben. 

In diesem Fall ist dein Workbook ein eigenes, vollständiges Produkt. Du kannst es entweder in gedruckter Form z.B. über Amazon vertreiben, was ich dir jedoch für den Anfang nicht empfehlen würde, oder als digitale Version. Wenn du es digital zur Verfügung stellst, sollten deine Kundinnen natürlich auch digital damit arbeiten können, was bedeutet, dass es digital ausfüllbar sein muss. Aber keine Angst, das ist kein Hexenwerk. Generell eignet sich ein Workbook besonders deshalb auch für Einsteiger, die gerade erst damit beginnen Online-Angebot zu entwickeln, weil es im Gegensatz zu Onlinekursen sehr viel weniger technisches Know-how braucht. Es müssen keine Videos oder Audios aufgenommen und geschnitten werden. Es ist noch keine Kursplattform nötig und es ist auch insgesamt ein überschaubares Projekt. 

  • als Bonus zu einem Buch:

Wenn du ein Expertenbuch geschrieben hast, ist ein Workbook eine wunderbare Ergänzung, um deine Leserinnen einen Schritt weiter mitzunehmen und sie in die Umsetzung zu bringen. Im Buch gibst du dein wertvolles Wissen. Im Workbook hilfst du dabei, das geteilte Wissen auf die eigene Situation anzuwenden.

  • gedruckt, als physisches Produkt

Bist du dir unsicher, ob du dein Workbook Projekt jetzt starten solltest? Dann schau mal beim Artikel „Ist ein eigenes Workbook jetzt eine gute Idee?“ vorbei.

Du hörst lieber? Hier ist die Poscastepisode „Was ist ein Workbook?“