Heute wird es etwas persönlicher. Ich nehme dich mit auf meine persönliche Reise in die Selbstständigkeit und zeigen, wie ich mein persönliches YEAH Business aufgebaut habe, das mir heute ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Es ermöglicht mir jetzt nur 15 Stunden in der Woche zu arbeiten und mehr zu verdienen als ich früher in Festanstellung hatte.
Aber wie immer im Leben ging es nicht ohne aufs und abs und die Reise hierhin war nicht immer eitel Sonnenschein.
Selbstständigkeit starten: Der Beginn meiner Reise
Meine Reise in die Selbstständigkeit begann, als mein Sohn noch klein war. Ich machte eine Coaching-Ausbildung und arbeitete dann nebenberuflich als Coach, während ich weiterhin an einer Hochschule Projekte begleitete.
Zuerst probierte ich mich als Wald und Wiesen Coach! Ich konnte schließlich ALLEN helfen. Aber als Freunde und Familie durchgecoacht waren, merkte ich schnell, dass das kein gutes Business-Modell ist.
Erste Kunden gewinnen als Coach
Ich befasste mich zum ersten Mal mit Marketing, mit Positionierung und dem ganzen Kram. Ich lernte, wie wichtig es ist, eine klare Zielgruppe zu definieren und gezielt für diesen Content zu erstellen. Daher entschied ich, meinen Fokus daraufzulegen, Mütter anzusprechen und ihnen Unterstützung in ihrem Alltag zu bieten.
Obwohl das immer noch eine sehr schwammige Positionierung war, konnte ich mir über meinen Blog einen kleinen Newsletter aufbauen, Workshops anbieten und tatsächlich erstes Geld verdienen.
Auch 1:1 Kundinnen gewann ich nach und nach, schrieb nebenbei mein erstes Buch „Die Traumverwirklicherinnen Formel“. Ich nahm an Challenges, besuchte Webinare, machte zahlreiche Kurse und lernte immer mehr über Onlinebusiness, Onlinemarketing und Angebotsentwicklung. Dann erstellte ich meinen ersten eigenen Kurs ein Selbstfürsorge-Programm für Mamas und….
Eine gesundheitliche Krise und ein Neuanfang
… vergaß meine eigene Selbstfürsorge komplett. Ich machte das alles neben meiner Stelle als Projektleiterin, in der ich schon sehr eingespannt war und von Kind, Haushalt und was sonst noch so los war, reden wir hier noch gar nicht.
Weil ich so viel von mir selbst und oft mit dem Kopf durch die Wand wollte, kam der Punkt, an dem nichts mehr ging. Ich hatte alle Warnsignale meines Körpers über Monate hinweg ignoriert und war beständig über alle meine Grenzen und Bedürfnisse hinweggegangen.
Dann musste ich nicht nur meine Selbstständigkeit, sondern auch meinen Brotjob aufgeben, konnte über ein Jahr nicht arbeiten, landete mit Fast-Burnout in einer Schmerzklinik und stand gefühlt vor einem Scherbenhaufen.
Ich wünsche diese Erfahrung niemandem. Aber für mich war sie ein notwendiger Weckruf!
Flexibilität für chronische Schmerzpatienten
Denn nach dieser schwierigen Phase entschied ich mich, mein Business neu aufzubauen, aber diesmal anders! Selbstständigeit Start 2.0. sozusagen. Ich wollte ein Business, indem es mir gut geht. Das um mich herum aufgebaut ist und in dem ich gesund bleiben kann. Ich war zwar aus der Schmerzklinik entlassen, aber chronische Schmerzen und Kopfschmerzepisoden begleiten mich bis heute.
Daher war es für mich entscheidend, mein Business so aufzubauen, dass es flexibel genug ist, um auf meine Bedürfnisse und schlechten Phasen einzugehen. Ich wusste, ich brauche ein Business, dass auch dann funktioniert, wenn ich mal nicht funktioniere!
Wenn du das auch willst, schau dir mal das kurze Quiz hier an, damit findest du raus, was das passende Business-Modell für dich sein könnte und was JETZT der nächste Schritt auf deiner Business-Reise ist.
Soll ich die Selbstständigkeit wirklich wagen?
Tatsächlich habe ich mir auch mehrere Stellen angeschaut, weil alle meine Ärztinnen mir vom Schritt in die Vollselbstständigkeit abrieten. Aber es gab da diese Stimme in mir, die sagte: Wenn du zurück in die Strukturen gehst, die dich krank gemacht haben, wirst du kaputtgehen!
Ich hatte wirklich Angst, dass mich das umbringt. Daher habe in entgegen aller Widerstände den Entschluss gefasst, mein Business zu gründen – ohne Backup. Die Selbstständigkeit starten, obwohl ich damit bereits einmal gescheitert war, war nicht einfach und ich hatte nicht nur Cheerleader in meinem Kopf.😉
Selbstständigkeit starten 2.0. – Der Neustart
Im Februar 2020 wagte ich dann allerdings den Neustart und gründete mein jetziges Online-Coaching-Business. Mit Unterstützung des Gründungszuschusses vom Arbeitsamt konnte ich relativ entspannt meine zweite Selbstständigkeit starten. Ich hatte auch eine private Rücklage, die ich zum Glück nicht anfassen musste.

Am Anfang war ich selbst nicht sicher, ob ich das schaffen konnte. Ich war immer noch sehr erschöpft und brauchte regelmäßig lange Pausen und oft einen Mittagsschlaf. Mehr als einen Coaching-Call am Tag schaffe ich bis heute kaum.
Aber ich hatte einen Plan. Digitale Produkte sollten mich in meinem Business unterstützen. Um meine Kundinnen besser kennenzulernen, startete ich mit 1:1 Coachings. Die ersten 5 Kundinnen dafür gewann ich mit einer Umfrage, die nächsten kamen über die Empfehlungen meiner ersten Kundinnen. Dann bot ich einen Workshop an und entwickelte sehr fix meinen ersten Selbstlernkurs. Das war, als Corona auftauchte und ganz viel auf digital umgestellt werden musste.
Der Kurs zeigte, wie digitale Workbooks und Kursunterlagen mit Canva erstellt und PDF Escape digital ausfüllbar gemacht werden können. Ich konnte auf einem Summit zum Thema „Don’t Cancel go digital“ als Speakerin dabei sein und gewann dort die ersten Kund*innen für den Kurs.
Auch meine Kontakte zu Hochschulen reaktivierte, ich konnte mir so eine weitere Zielgruppe für den Kurs erschließen und nebenbei noch einen Lehrauftrag für eine Online-Vorlesung gewinnen.
Die Entwicklung meines Angebots
Ich war in mein Business mit dem Thema Workbooks und Kursunterlagen gestartet, merkte aber schnell, dass mir das zu wenig war. Mich interessiert vor allem, wie wir Menschen erfolgreich helfen können, ihre Ziele zu erreichen. Ich will, dass Coaching-Angebote wirksamer sind! Das war auch mein Antrieb für die Workbooks. Durchdachte Unterlagen machen Angebote besser!
Mir ging es NIE um Infoprodukte, sondern immer um transformative Produkte.
Meinen ersten Kurs „Workbook Liebe“ habe ich in etwas andere Form immer noch im Portfolio. Aber mein Schwerpunkt ist es mittlerweile mit meinen Kundinnen genau die Angebote zu entwickeln, die sie brauchen, damit sie ihr Business so umstellen können, dass es ihnen darin gut geht. Und dass es funktioniert, wenn sie mal nicht funktionieren können oder wollen.
Ich glaube daran, dass Pausen, Auszeiten und Urlaub fest in jedem Business-Modell verankert sein sollten!
Und dann schlich sich die Erschöpfung doch wieder ein
Den Neustart 2020 war ich anders angegangen. Bewusster. Mit dem klaren Vorsatz: diesmal gesund bleiben, diesmal gut auf mich achten. Und das hat auch funktioniert.
Eine Weile.
Weil ich das scheinbar im Griff hatte, dachte ich: okay, das hab ich gelernt. Und in gewissem Sinne stimmte das auch – die Selbstfürsorge saß. Was ich damals noch nicht sah: Das Problem war ein anderes.
Ab ungefähr 2022 merkte ich schleichend, dass irgendetwas in meinem Business trotzdem nicht stimmte. Kein Zusammenbruch, keine Krise.
Aber dieses leise, hartnäckige Gefühl: ich tue viel und komme doch nicht wirklich vorwärts. So kann es auf Dauer nicht weitergehen.
Mein Business hatte immer mehr Teile – und immer weniger Zusammenhang.
Hier ein neues Angebot, dort eine neue Idee, da noch ein weiterer Baustein. Alles irgendwie gut. Aber auch alles irgendwie nebeneinander.
Ich hatte zu viele Einzelbaustellen aufgemacht und an ihnen gearbeitet, aber kein Gesamtsystem, in dem das alles sinnvoll zusammenspielte.
Das kostete mich Energie. Erst gar nicht dramatisch, sondern eher still. Aber jeden Tag ein bisschen mehr, bis ich merkte „Ich bau mir hier gerade wieder ein Burnout Business auf.
Und was ich da wirklich gelernt habe: Ich hatte gut auf mich geachtet, ich war viel besser beim Pausen machen und generell bei der Selbstfürsorge. Aber das Problem war strukturell.
Also hab ich dann angefangen aufzuräumen. Nicht alles neu erfinden. Nicht alles hinzuschmeißen. Aber nochmal gut sortiert, was schon da ist, was davon wirklich zusammengehört und mein Business richtig vereinfacht.
Das war unbequem, und ich bin damit auch immer noch nicht fertig. Aber es war der wichtigste Schritt, den ich in meinem Business je gemacht habe.
Es hat mir auch klar gemacht, worum es mir bei der Arbeit mit meinen Kundinnen eigentlich geht: nicht darum, irgendwelche optimalen Strategien zu finden und ihr Business komplexer zu machen oder ihnen noch mehr beizubringen. Sondern ihnen zu helfen, aus dem was schon da ist, endlich ein System zu machen indem die Dinge zusammenspielen und es zu vereinfachen, dass es machbar ist und das Wachstum ohne Überlastung funktioniert. Wenn du wissen möchtest, wie ich das meine, dann schau mal in meinen Artikel über Business ohne Burnout.
Meine Mission
Das ist der Weg, den ich selbst gegangen bin und es macht mich sehr glücklich, dass ich sagen kann, mein Business ist jetzt mein buntes Stück Freiheit, in dem es mir wirklich gut geht. Ich will kein Empire und Millionenumsätze interessieren mich nicht. Ich will kein Haus am Meer! Denn ich habe mein Haus am Wald, das ich liebe.
Business ist nie fertig! Wir wachsen und es wächst mit.
Meine Mission ist es, Frauen die dazu beitragen die Welt zu verbessern, dabei zu unterstützen in ihrem Business aufzublühen, statt auszubrennen. Ich helfe Coaches, Beraterinnen und online arbeitenden Dienstleisterinnen dabei, ihr Business so aufzubauen, dass die vorhandenen Teile endlich zusammenspielen – damit Wachstum sich gut anfühlt und nicht wieder alles zu viel wird.
Denn ein YEAH Business – also das Business, das uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert, weil es sinnerfüllt, profitabel und gesund ist – das entsteht nicht durch immer mehr. Es entsteht, wenn die Einzelteile als Ganzes funktionieren.
Dieses Business wünsche ich mir für mich – und für DICH!
Der Austausch mit meinen Kundinnen ist dabei für mich von unschätzbarem Wert, denn ich lerne von allen meinen Kundinnen nicht nur, wie ich meine Angebote stetig weiter verbessern kann, sondern auch von ihren tollen Themen: Ernährung, Energiearbeit, Rentenvorsorge, Tierkommunikation, Waldpädagogik, Kindererziehung…… jedes Thema bereichert mein persönliches Leben und die Angebote meiner Kundinnen machen die Welt bunter und besser.
Das ist ein soooooo tolles Gefühl.
Fazit: Einfach machen! Aber, mit Liebe!
Mein wichtigster Rat an dich ist: Fang einfach an! Warte nicht darauf, dass alles perfekt ist. Geh raus, präsentiere dein Angebot und lerne im Prozess. Deine Positionierung wird sich mit der Zeit klären, und du wirst immer besser verstehen, wer deine Wunschkundinnen sind. Nutze die Möglichkeiten, die dir die Selbstständigkeit bietet, und gestalte dein Business so, dass es zu deinem Leben passt.
Ich hoffe, dass dich meine Geschichte ermutigt und inspiriert, deinen eigenen Weg zu gehen – und wenn du merkst, dass bei dir gerade die Einzelteile nicht so recht zusammenspielen wollen: das ist normal. Das kenne ich. Und es gibt einen Weg da raus, der nicht heißt „noch mehr tun“.
Falls du gerade spürst, dass du an so einem Punkt bist – mein kostenloser Selbstcheck „7 Hebel für entspanntes Wachstum“ hilft dir herauszufinden, wo bei dir gerade der größte Hebel steckt: https://lisakosmalla.de/7-hebel/




Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
Sehr inspirierend, Lisa! Ich habe eine Frage: Wie hast du es geschafft, während deiner Genesungsphase weiter an deinem Business zu arbeiten? Gab es bestimmte Strategien, die dir geholfen haben, produktiv zu bleiben?
Ganz ehrlich Anna,
ich war nicht immer produktiv und bin es auch heute nicht immer. Was mir hilft, sind klare Prios, dafür arbeite ich mit Fokus-Zielen, einer flexiblen 90-Tage Planung und klaren Umsetzungsblöcken im Kalender. Und Pausen machen, bevor ich selbst merke, dass sie notwendig sind. Das merke ich persönlich nämlich leider immer zu spät. Daher erinnere ich mich an Pausen und plane sie auch fix in meinen Kalender ein. Ich hoffe das hilft dir? Wenn du nach Fragen dazu hast – immer her damit.
Liebe Grüße, Lisa