You are currently viewing Angebotsstrategie: 5 Fehler, die dazu führen, dass du als Coach, Beraterin oder Expertin nicht genug verdienst.

Angebotsstrategie: 5 Fehler, die dazu führen, dass du als Coach, Beraterin oder Expertin nicht genug verdienst.

Ebbe auf dem Konto, obwohl du wirklich viel in dein Business hineinsteckst? Zu wenig Geld zu haben ist ein Stressfaktor und führt ganz sicher nicht zu dem Wohlfühl- und Freiheitsbusiness das du dir wünschst. Was für dich genug und was nicht genug ist, das ist ganz individuell. Aus meiner Sicht helfen ein paar Euros auf der hohen Kante jedoch auf jeden Fall dabei alles etwas entspannter anzugehen.

Ich hab mich im Februar 2020 erfolgreich selbstständig gemacht, musste meine Rücklagen nicht einmal anfassen und habe schon ein Jahr nach meiner Gründung mehr als doppelt so viel verdient wie vorher angestellt, weil ich diese Fehler nicht mehr gemacht habe. Die hab ich nämlich alle vorher ausprobiert, als ich mich in meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit fast ins Burn-out katapultiert habe. Und sie sind eigentlich sehr leicht zu vermeiden. Also lass uns mal schauen, an welchen Fehlern es liegt, dass du noch nicht genug verdienst und was du dagegen tun kannst. Dann kannst du da nämlich nachlegen und so richtig durchstarten.

Fehler Nummer 1: Du bietest “nur” 1:1 an

Das klassische Geschäftsmodell für Coaches, Beraterinnen und Expertinnen ist die direkte Zusammenarbeit mit ihren Kundinnen im 1:1. 

Und ich finde 1:1 auch eine großartige Sache, biete das selbst an und liebe diesen Teil meiner Arbeit. Es hat jedoch einen Haken! Wenn 1:1 das einzige ist, was du anbietest, dann sind deine Verdienstmöglichkeiten stark eingeschränkt. 

Du kannst einfach nur eine begrenzte Anzahl an Stunden verkaufen! Natürlich ist eine Möglichkeit um mehr zu verdienen, deinen Stundensatz zu erhöhen. Wenn du dich weit über den marktüblichen Preisen bewegst, musst du deine Expertise aber natürlich erst mal unter Beweis stellen. 

Laut einer Coaching-Umfrage aus dem Jahr 2016, beträgt das durchschnittliche Stundenhonorar eines Business-Coaches 184,00 €. Personen, die privat ein Coaching in Anspruch nehmen möchten, zahlen dem Coach durchschnittlich 125,00 € pro Coachingstunde. 

Dabei musst du jedoch bedenken, dass auch Kundenakquise, Marketing und anderer Orga-Kram deine Zeit brauchen. Außerdem kannst du nicht 8 Stunden am Tag coachen, denn dann gehst du ganz schnell auf dem Zahnfleisch. Es braucht also langfristig ein Modell in dem nicht nur 1:1 vorkommt, damit du genug Geld verdienst, ohne auszubrennen. Rechnen das einmal realistisch durch.

Die Lösung: Du baust dir ein stimmiges Angebotsportfolio auf, das genau zu dir und deinen Kundinnen passt.

Neben deiner 1:1 Begleitung hilfst du deinen Kundinnen auch mit gut gemachten skalierbaren Gruppen- und Selbstlernangeboten. Das kann ein Online-Kurs sein, muss aber nicht. Es können auch Vorlagen, Workbooks, Gruppenprogramme ein Retreat, eine Membership oder eine Workation sein. Dadurch verdienst du mehr Geld mit weniger Zeiteinsatz und kommst mit deinem Kontostand in den grünen Bereich.

Fehler Nummer 2: Du willst Coaching, Beratung oder Training verkaufen, aber Menschen kaufen Ergebnisse

Ich hab eine ganz schlechte Nachricht für dich. Sorry!  Niemand kauft Coaching, Training oder Beratung. Die Menschen kaufen ein Ergebnis. 

Wenn ich zum Hundetrainer gehe, dann bin ich vielleicht nicht zufrieden, weil Gassi gehen mit meinem Hund anstrengend ist. Das Problem ist vielleicht,  das mein Hund an der Leine zieht und das Ergebnis, das ich mir wünsche ein entspanntes Gassi mit meinem Hund.

Ich kaufe also eigentlich das entspannte Gassi und nicht das Training an sich. Ins Training investiere ich nur Zeit, Geld und Energie, wenn ich davon ausgehen, dass es mich zu meinem gewünschten Ergebnis bringt. Wenn du bisher versucht hast, Formate statt Ergebnisse zu verkaufen, ist das wahrscheinlich ein entscheidender Grund, warum du zu wenig verdienst.

Die Lösung: Werde dir über das Ergebnis deines Angebots klar und kommuniziere es.

Denk mal kurz darüber nach, was das Ergebnis ist, dass deine Kundinnen sich von dir wünschen. Wenn du dir nicht sicher bist: Frag sie! Das ist ein Punkt, an dem wir nicht unsere eigene Fantasie nutzen sollten. Führe Gespräche, mit deiner Zielgruppe. (Dieser Punkt kommt gleich als Nächstes.)

Denn erst, wenn du deinen Kundinnen mit deinem Angebot ein Ergebnis verspricht, das sie sich wünschen, wird es interessant für sie. Dabei ist es dann auch erst mal egal, ob das ein 1:1 Coaching-Paket, ein Workbook, ein Online-Kurs oder sonst was ist. Wenn deine potenziellen Kundinnen daran glauben, dass du ihnen helfen kannst, sind sie bereit Geld in dein Angebot zu investieren.

Fehler Nummer 3: Du hast keine klare Zielgruppe

Diesen Fehler sehe ich leider ganz häufig. Ich kann jedem helfen! Mein Angebot hilft allen! 

Ok, lass uns einen Schritt zurück machen. Gerade habe ich dir erklärt, dass Menschen Ergebnisse kaufen. Wenn du mir das abkaufst und wir das nun als Realität akzeptieren, dann frage ich dich: Wollen alle Menschen das gleiche Ergebnis?

In meiner Welt ist die Antwort: Nein! 

Das bedeutet: Wenn dein Angebot für alle ist, dann ist es für niemanden interessant und es wird auch niemand mit Begeisterung kaufen. Du kannst mit einem unspezifischen Angebot also nicht gut verdienen.

Die Lösung: Entwickle deine Angebote für deine Lieblingskundin

Daher solltest du ein Angebot immer für ganz bestimmte Menschen entwickeln, für eine eingegrenzte Zielgruppe. Ich spreche da am liebsten von deinen Lieblingskundinnen. Das sind die Menschen mit denen du am liebsten zusammenarbeitest, weil sie dir am meisten Freude machen. Diese Eingrenzung muss nicht zwingend, an Alter, Wohnort oder Anzahl der Kinder festgemacht werden. Vielmehr geht es darum, dass die Menschen, für die du dein Angebot entwickelst, sich das gleiche Ergebnis wünschen, eine ähnliche Ausgangssituation haben und die gleichen Probleme, warum sie alleine nicht zum Ergebnis kommen.

Das ist dann die richtige Zielgruppe für dein Angebot. Ob sie schwarze Haare haben ist also nur relevant, wenn dein Angebot was mit Haare färben zu tun hat und das die Ausgangssituation beschreibt. Wähle relevante Kriterien, wenn du deine Zielgruppe beschreiben willst. Hier kannst du mein Konzept zur Lieblingskundin nachlesen, wenn du da noch Probleme hast.

Fehler Nummer 4: Du entwickelst Produkte, keine Angebote

Ok, du kannst einen Haken ans Ergebnis machen und an die Zielgruppe auch. Du hast motiviert ein wunderbares Produkt für deine Lieblingskundinnen entwickelt. Warum kauft denn jetzt trotzdem niemand?

Könnte es sein, dass die richtigen Menschen nicht wissen, das es dein Produkt gibt. Wenn du es auf deiner Website versteckst und darauf wartest, das jemand drüber stolpert ist das keine wirkliche zielführende Vermarktungsstrategie. 😉

Lösung: Entwickle attraktive Angebote

Was hilft, ist aus deinem Produkt ein attraktives Angebot zu machen. Bei einem Angebot gibst du den Menschen, die sich für dein Produkt interessieren einen Anreiz jetzt die Kaufentscheidung zu treffen.

Ein Produkt kann ich jederzeit kaufen, die Konditionen ändern sich nie und Morgen ist immer eine Option. Weil das so ist, wird die Entscheidung “Will ich das jetzt oder nicht” von deinen potenziellen Kundinnen nicht getroffen. Das können sie ja Morgen auch noch mache. Da haben sie es jedoch leider oft schon wieder vergessen.

Deshalb solltest du ein Angebot machen, dass attraktiv ist, der Kauf jetzt wird belohnt. Zum Beispiel mit einem Bonus, einem nur jetzt gültigen Preis…

Auch wenn dein Produkt nicht immer verfügbar oder nur in begrenzter Anzahlt zu haben ist, ist es ein Angebot. Das kannst du dir sogar für deine 1:1 Angebote zunutze machen und z.B. nur zu bestimmten Terminen die Möglichkeit dich zu buchen öffnen und dann nur zu dieser Zeit Kennenlerngespräche für Neukunden führen.

Fehler Nummer 5: Deine Angebotsstrategie ist ein Bauchladen

Wenn du viele Angebote zu unterschiedlichen Themen hast, glaubt dir niemand, dass du richtig gut bist, indem was du tust. Das führt dazu, dass Menschen nicht bereit sind, ihr Geld bei dir auszugeben, sondern nach einer “besseren” Lösung für ihr Problem suchen.

Außerdem können deine Kundinnen durch die Vielfalt deiner Angebote verwirrt und kaufen nur einzelne ausgewählte Produkte bei dir.

Das bedeutet nicht, dass nicht verschiedene Themen und Interessen in deinem Business Platz haben können. Aber du musst einen roten Faden dafür finden, damit du potenzielle Kundinnen nicht verwirrst. Verwirrte Menschen kaufen in der Regel nämlich gar nichts.

Die Lösung: Angebotsstrategie mit Expertinnen-System

Entwirf ein Angebotsportfolio, dass zu dir und deinen Lieblingskundinnen passt. Achte darauf, dass deine Angebote auch von außen betrachtet sinnvoll zueinander passen. Ein Expertinnen-System aka Signature Sytem kann dir dabei helfen deine Vielfalt zu strukturieren und unverwechselbare Angebote zu entwickeln, die deinen Kundinnen wirksam weiterhelfen. Für solche Angebote zahlen Menschen dann auch gerne Geld und es wird dir viel leichter fallen sie zu verkaufen, weil du selbst zu 100% von deinem Angebot überzeugt bist.

Schreibe einen Kommentar