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Wissen vermitteln vor der Kamera: 8 Profitipps für deine perfekten Kursvideos

Gastartikel von Monika Bodenstein

1. Tipps zu deinem Ziel und deiner Zielkundin:

Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch, sagt St. Exupéry. Am besten nimmst du dir Papier und Stift und notierst erst mal alles Wichtige. 

Überleg dir:

  • Wen sprichst du an?
  • Was genau willst du mit deinem Video erreichen?
  • Wie führst du deine Zielkundin optimal von A nach B?

Noch ein Hinweis zu deiner Zielkundin:

Du warst früher vermutlich genau da, wo sie heute steht. Deshalb denk mal dran, wo es am Anfang bei dir gehakt hat und wo du unsicher warst. Frag dich, was dir gefallen, am meisten genutzt hat oder was du dir gewünscht hättest.

2. Tipps zu deinem Video-Hintergrund:

Du willst, dass dir deine Zuschauerin sofort gespannt lauscht und dass du mit deinem Content im Mittelpunkt stehst? Dafür ist ein ruhiges und schlichtes Setting ideal und das ist blitzschnell gemacht:

Hast du eine freie Wand? Streich sie in „deiner“ Farbe oder hänge einen Vorhang (z. B. Bühnenmolton) in dieser Farbe auf. Das geht mit Spannseil oder Gardinenstange ganz einfach.

Schalte deine Webcam an und markiere auf der Wand den Bereich, den man sieht. So weißt du genau, was du an Farbe oder Stoff brauchst und kannst sicher sein, dass alles abgedeckt ist.

Halte den Bereich direkt hinter dir frei. Als Deko sind unauffällige Blumen, Lampen, Bilder etc. passend, die du seitlich von dir aufstellst.

3. Tipps zu deinem Outfit

Nichts ist doofer, als wenn sich deine Zuschauerin kaum konzentrieren kann, weil ihr Blick immer wieder von etwas magisch angezogen wird. Das kann etwas ganz Kleines sein und es kann sogar sein, dass sie es selbst gar nicht mitkriegt. So bist du auf der sicheren Seite:

Kleidung:
Optimal sind unifarbene und schlichte Oberteile. Schau vor dem Videodreh in den Spiegel, ob der Ausschnitt und die Kette mit deinem Hals harmonieren oder ob dir was auffällt. Am besten ziehst du etwas an, in dem du dich wohl fühlst.

Make-up:
Diese Tipps passen besonders für dich, wenn du dich wenig oder gar nicht schminkst.

  • Vor der Kamera sieht die T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) schnell mal glänzend aus. Kauf eine Dose farblosen Puder und tupfe nach jedem Video diese Zone ab. Wir werden von allem, das glänzt, angezogen und das könnte ablenken.
  • Ein wenig Wimperntusche macht deine Augen ausdrucksstärker. Besser ist es, die Wimpern erst kurz vor dem Videodreh zu tuschen.
  • Mit einem Lippenstift in der Farbe deiner Lippen wirkst du sofort ein wenig frischer.

Frisur:

Style deine Haare so, dass dein Gesicht und besonders deine Augen immer gut zu sehen sind.

Schmuck:

Nimm lieber eine Kette, die man leicht wieder erkennt, als ständig zu wechseln.

4. Tipps zu deinem Kameraauftritt

Zeig dich in deinen Videos ungefähr bis zum Bauchnabel. Wenn man auch sieht, wie du dich bewegst, wirkst du gleich glaubhafter. Lass zum oberen Bildschirmrand eine Handbreit Platz. Wichtig ist, dass du von Anfang an überzeugend und positiv rüberkommst. Das geht wirklich super einfach.

Die richtige Energie

  • Mit diesen Hacks bringst du dich ruckzuck in eine positive Stimmung. Du trickst damit dein Gehirn aus, es sendet Wohlfühlhormone aus. Probier´s auf jeden Fall mal aus!

  • Fang an zu strahlen, bevor du auf „Aufnahme“ drückst. Schon wenn du deine Mundwinkel 10 Sekunden lang hochziehst, geht es dir gleich besser.

  • Wenn du vorher ein wenig aufgeregt bist, ist diese Übung genial: Stell dich breitbeinig hin und reck die Arme hoch. So wie Pippi, die gerade den kleinen Onkel in die Luft befördert. Du wirst dich gleich relaxter fühlen.

  • Damit du vor lauter Konzentration nicht vergisst, zwischendrin immer mal wieder zu lächeln, kleb einen Smiley neben die Kameralinse.

Ruhig bewegen

Wenn du auf dem Stuhl hin- und her zappelst oder deinen Kopf viel hin- und her bewegst, wirkst du schnell nervös. Dabei hast du vielleicht einfach nur viel Temperament. Das kann sich leicht auf deine Zuschauerin übertragen, sie ablenken oder sogar ein wenig verunsichern.

Mein Hack für dich:

Kleb grelle Sticker links und rechts vom Laptop auf den Tisch und lass deine Hände dort immer wieder kurz ruhen. Vielleicht reicht´s auch, wenn du einfach nur draufguckst. Schau mal, was dir lieber ist.

5. Tipps zu deinem Content (Inhalt):

Mit diesen Punkten machst du es deiner Zuschauerin viel leichter, Neues zu lernen und schaffst es, dass sie dir interessiert zuhört:

Einfache Sprache

Sprich so wie immer, so dass selbst ein Zehnjähriger dich versteht und brauch keine Fachbegriffe.

Klare Strukturen

Gib deinen Videos immer einen roten Faden, das geht ganz einfach, wenn du z. B. 3 Schritte, 5 Tipps etc. aufzählst.

Kleine Häppchen

Teil jedes Thema in leicht verdauliche Stückchen, damit deine Zuschauerinnen motiviert und mit Spaß ans Ziel kommen.

Nutzen verdeutlichen

Jeden Tag strömen riesige Mengen an Infos auf jede von uns ein. Daher mach deiner Zuschauerin sofort klar, warum dein Thema wichtig für sie ist. Dann spitzt sie gleich die Ohren.

Die Kraft der Bilder
Überleg dir, was gut zu deinem Thema passt und deine Zuschauerin anspricht. Lass bei ihr „Kino im Kopf“ entstehen und der Stoff bleibt besser hängen.

Wiederholen

Es schadet echt nicht, wichtige Dinge mehrmals zu sagen. Du kannst dir sicher sein, dass manche Zuschauerin dafür dankbar ist.

Zusammenfassen und zum Handeln auffordern

  • Welche wichtigen Infos hast du deiner Zuschauerin im Video vermittelt? Fass sie am Ende nochmals kurz zusammen.

  • Erklär ihr, was der nächste Schritt ist, z. B. Arbeitsblatt im Workbook ausfüllen, das nächste Video anschauen etc.

  • Hast du es geschafft, sie so richtig zum Loslegen und Umsetzen zu motivieren? Oder möchtest du noch einen weiteren Kick drauflegen?

6. Tipps zu deiner Präsentation:

Du bist die Expertin und möchtest deiner Zuschauerin natürlich viel von deinem Wissen zeigen. Das kann dich leicht aufs Glatteis führen. Hier kommen ein paar Empfehlungen für deinen Vortrag:

Layout und Design der Folien:

  • Nimm deine Branding-Farben

  • Wähle gut lesbare Schriften und große Buchstaben.

  • Das Layout sollte ruhig sein.

  • Je wichtiger deine Message, desto weniger auf die Folie packen.

  • Alles fertig? Dann noch schnell Tippfehler suchen!

Inhalt:

Folientexte kann deine Zuschauerin auch allein lesen.

  • Überleg dir, wie du deinen Inhalt spannend und lebendig erzählst.

  • Denk dir schöne Beispiele, Stories, Witze etc. aus. So macht das Zuhören viel mehr Spaß.
  • Stell den Präsentationsmodus ein. Optimal ist es, wenn man nur dich und die jeweilige Folie sieht.

Meine Hacks, wenn du mal hängen bleibst:

Mit einem Schluck Wasser bekommst du ruckzuck eine kleine Pause. Halte immer ein Glas und eine Flasche neben dir bereit.

Hilfreich sind auch Post-its mit den wichtigsten Stichworten. Kleb sie unter die Kamera. Just in case!

7. Tipps zu deinem Videodreh:

Hast du dich beim Videogucken schon mal komisch gefühlt? Könnte sein, dass dich dein Gegenüber von oben herab, von unten her oder gar nicht richtig angeschaut hat. Stell dir vor, du machst dir super viel Arbeit, bist perfekt vorbereitet und dann scheitert´s an sowas. Damit kriegst du es auf jeden Fall hin:

Die Kameraeinstellung:

  • Schau immer direkt in die Linse, sie ist dein Tor zur Welt. So hat deine Zuschauerin das Gefühl, du bist mit ihr auf Augenhöhe und sie fühlt sich gut bei dir aufgehoben.

  • Leg eventuell ein Buch oder einen Karton unter den Laptop, so dass du geradeaus in die Kamera schauen kannst.
  • Wenn´s dir am Anfang schwer fällt, ohne ein Gegenüber zu sprechen: Kleb ein Foto von einer Freundin oder deiner Lieblingskundin hinter die Kamera. Dann hörst du dich gleich persönlicher an.

An Technik brauchst du zu Beginn echt nicht viel, da möchte ich dich nur auf zwei Dinge hinweisen:

Das Licht:

  • Mit Tageslicht hast du immer schönes weiches Licht. Licht von vorne ist ideal, weil es dein Gesicht gleichmäßig ausleuchtet. Licht von oben oder von hinten ist ungünstig.
  • Natürlich kannst du auch Softboxen, LED-Panels oder Ringlichter verwenden.

  • Wenn du eine Brille trägst, guck, ob sich das Licht darin spiegelt. Wenn ja, stell die Lichtquelle höher.

 

Der Ton:

  • Die Ansteckmikrofone im mittleren Preisbereich sind qualitativ hochwertig und einfach zu bedienen.
  • Du kannst sie leicht an deinem Oberteil festmachen und sie fallen kaum auf.
  • Denk nur dran, sie weit genug weg von deiner Kette festzumachen, so dass man kein Rascheln hört.

8. Tipps für eine relaxte Aufnahme:

Du bist gerade so richtig im Flow und dann passiert´s: deine Katze springt auf den Schreibtisch oder der Paketbote klingelt und du darfst wieder von vorn anfangen. Da kann dir ganz schnell die Lust vergehen.

Dein Video kannst du ungestört aufnehmen, wenn du vorher

  • die Türe deines Videostudios schließt,
  • deine Haustiere gut versorgst,
  • alle Telefone leise stellst,
  • ein gut sichtbares „Bitte nicht stören-Schild“ an die Tür klebst und
  • ein „Bitte-nicht-klingeln-Schild“ oder ein entsprechendes Piktogramm an die Haustür hängst.

Superwichtig: vorher die Technik checken!

  • Nichts ist ärgerlicher, als wenn sich mitten in der Aufnahme die Präsentation nicht öffnet oder sonst was bei der Technik hakt. Bitte eine Kollegin, mit dir eine kurze Probe zu machen.
  • Dabei checkt ihr gemeinsam, ob deine Tools, das Bildschirmteilen, Licht, Ton etc. funktionieren. Zu zweit geht´s viel leichter und euch fällt vielleicht noch etwas auf, worauf du allein nicht gekommen wärst.
  • So bist du optimal vorbereitet und kannst dich beim richtigen Videodreh voll auf deinen Inhalte konzentrieren.

Zum guten Schluss:

Ok, ich geb zu, ich habe dir eben noch von kleinen Häppchen erzählt und nun habe ich dir jede Menge Infos gegeben. Und ich weiß natürlich auch, es fällt nicht jeder leicht, diese Tipps mal einfach so umzusetzen.

Daher verrate ich dir kurz noch drei Quicktipps, mit deinen du deine Videos sofort verbesserst:

  1. Lies dein Skript vorher sehr langsam durch, am besten mit einem Metronom. So merkst du dir den Text schneller und fühlst dich gut vorbereitet. Probier´s mal aus.

(Diesen Tipp hat mir Vocal Coach Tanja Lipp verraten.)

Lass eins deiner Lieblingslieder laufen, bevor du dich vor die Kamera setzt. Hüpfe, lockere und dehne dich dabei. Das macht Spaß und du fühlst dich relaxed.

Atme 10 Mal vor dem Videodreh tief ein und aus, erde dich und dann geht´s los.

Mit diesen drei Tipps bist du von Anfang an präsent und deine Zuschauerinnen hören dir aufmerksam zu.

Wenn du jetzt denkst, oh meine Güte, so weit bin ich noch lang nicht, schon an Kursvideos zu denken. Da kann ich dir nur meinen kostenlosen Ratgeber „Endlich mag ich mich: entspannt Videos drehen“ ans Herz legen.

Gerade leisen Frauen fällt es schwer, sich selbst wertzuschätzen und zu sich zu stehen, aber genau das kannst du in drei entscheidenden Schritten ändern.

  1. Wir kümmern wir uns um dein Mindset
  2. Du erfährst, wie du dein Äußeres zum Strahlen bringst und
  3. Wie du das richtige Energielevel für deine Videos bekommst.
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Sichtbarkeitscoach Monika Bodenstein hilft dir, selbstsicher eigene Social Media Videos zu drehen und ist leidenschaftliche Schrebergärtnerin und Radfahrerin. Hier findest du Monika:

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

    1. LisaKosmalla

      Finde ich auch! Vielen Dank an der Stelle an Monika.

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